Herausfordernde Zeiten – GEMEINSAM meistern wir sie

„Wer alles mit einem Lächeln beginnt, dem wird das Meiste gelingen! Lächeln ist ein Heilmittel gegen Schmerzen…Lächeln gibt der Seele Nahrung…Lächeln ist ein Sonnenstrahl aus dem Herzen.”

Viele Menschen haben ihr Lächeln, bedingt durch die Ausnahmesituation der letzten Jahre, leider verloren. Der Pflegebereich hat ausnahmslos am meisten gelitten. Alle mussten sich von heute auf morgen auf komplett neue Abläufe einstellen, alles Gewohnte wurde umgeschmissen und neu orientiert: nach Isolation und Vorsicht, gegenseitige starke Rücksichtnahme. Die Welt stand still für einen viel zu lange Zeit. Dann ist nicht verwunderlich, dass die Patienten mehr und mehr vereinsamen, die Pflegefachkräfte mehr und mehr nur ihren Pflichten nachgehen, schlussendlich die Zwischenmenschlichkeit und Persönlichkeit zunehmend auf der Strecke bleiben.

Alle neuen und alten Aufgaben der letzten Zeit stellen für unsere Pflegekräfte natürlich neue Herausforderungen dar, nur ist das Leben nicht dazu da, an neue Herausforderungen ranzugehen und in diesen eine Challenge zu akzeptieren? Man kann so viel dazulernen, ob beruflich oder privat betrachtet und an jeder schwierigen, vielleicht auch aussichtslos scheinenden Zeit, wächst man. Man geht stärker daraus hervor, lässt sich nicht mehr so leicht runterziehen und hat neue essenzielle Erfahrungen dazugewonnen. Jedes Leben ist lebenswert, ob man mit zwei gesunden Beinen durch das Leben springt, ist genauso viel wert, als wenn man auf vier schnellen Rädern jede Hürde überfahren kann. Jeder Mensch ist in seiner Individualität so einzigartig und wunderschön! Jedes Kind ist liebenswert, jeder noch so anstrengende Teenager wird um das Durchhaltevermögen mit allen Einschränkungen bewundert, zu jedem Erwachsenen in seiner ganz persönlichen Lebenssituation wird aufgeschaut und jeder alte Mensch, ob fit oder krank, ob stark oder schwach, hat viele liebe Menschen um sich herum, die jeden Lebensschritt unterstützen. Gerade jetzt ist es wichtig zusammenzuhalten, sich gegenseitig zu respektieren, jede Individualität zuzulassen. Die
Gesellschaft um die Pflege herum leidet ebenfalls an dem Verlust der Persönlichkeit, was aber nicht bedeuten muss, dass man sie nicht mehr zulassen kann. Diese zwischenmenschlichen, sozialen Aspekte müssen wieder gelebt werden, dabei kann jeder den anderen unterstützen: Eltern ihre Kinder und umgekehrt, Pflegende ihre Patienten und andersherum. Den Pflegekräften können bspw. Hygieneschulungen und konkrete Fallbeispielbesprechungen angeboten werden, um der Angst entgegenzuwirken, die im Umgang mit den Patienten entstanden ist, sie anzustecken oder sich selbst anzustecken oder nicht korrekt zu handeln. In der häuslichen Pflege könnte man den Patienten und Angehörigen ratschlagend zur Seite stehen, da diese oft nicht die wissenschaftlich professionelle Sichtweise der Pflegebetriebe haben. Gemeinsam sind die Menschen zu so vielen großartigen Taten fähig, auch diese schwierigen, herausfordernden Zeiten können überwunden werden.

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Ansprechpartner

Reiner Henrich

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