Expertenstandard zur Pflege der Haut

Haut eincremen

Die Haut ist das größte Organ des Menschen, dementsprechend hat sie auch das höchste Potential an Krankheiten zu leiden, wie Neurodermitis oder Akne, im schlimmsten Fall Hautkrebs. Im Gegenzug erfüllt die Haut auch die höchste Schutzfunktion, sie bewahrt den Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen, wie Hitze, UV-Strahlung, Wind, Staub oder Kälte. Um den Körper also bestmöglich zu schützen und zu unterstützen, ist es von größter Wichtigkeit, die Haut richtig zu pflegen. Um den Pflegekräften hier eine Richtlinie mit an die Hand zu geben, hat die Charité-Klinik Berlin 2021 eine Arbeitsgruppe zusammengerufen, um einen Expertenstandard zu entwickeln. Diese besteht aus Wissenschaftlern und Praktikern, bietet also fundiertes und gesichertes Wissen für die Pflegenden. Dabei soll der Standard den Pflegeeinrichtungen eine Anleitung an die Hand geben, die besten Vorgehensweisen für die Gesunderhaltung und Pflege der Patienten zu entwickeln, wobei speziell Wunden nicht berücksichtigt werden. Eine Konsens-Konferenz hierzu wird am 17. Januar 2023 stattfinden. Doch was ist bereits bekannt über die essenziell wichtige Hautpflege? Das Organ ist sehr vielschichtig aufgebaut, ähnlich einer Zwiebel. Fehlerhafte Funktionen der Talgdrüsen und der Epidermis, in der sie verankert sind, stellen eine große Gefahr dar. Bei der professionellen Hautpflege wird die Haut genau beobachtet und analysiert. Dabei spielen die Hautfarbe, also eventuelle Rötungen oder Verfärbungen, die Hauttemperatur, die Hautoberfläche, ob feucht, trocken, fettig oder schuppig und der Hautturgor, also ob schlaff, mit Falten oder Wassereinlagerungen, eine entscheidende Rolle. Wenn man dann eine Fehlfunktion festgestellt hat, die oft auch psychosomatische Einflüsse haben kann, wird dementsprechend eine Therapiemethode ausgewählt. Dabei arbeiten oft viele Bereiche der
Schulmedizin zusammen, wie Psychotherapeuten und Hautärzte. Aufgrund dessen gibt es auch unterschiedlichste Behandlungsmethoden, lokal unterstützend, wie Salben und Cremes oder innerlich durch die Einnahme von Tabletten. Bei der Auswahl der richtigen Salben gibt es viele zu beachtende Faktoren: ausschlaggebend ist aber immer der pH-Wert der Pflegemittel. Die Haut selbst besteht aus einem sauren Milieu, das durch die Talgdrüsen konstant gehalten wird und der Hautflora als Nährboden dient, d.h. leicht saure Pflegemittel (ein pH-Wert zwischen 5 und 5,5 ist optimal) unterstützen am besten. Zusätzlich sind, gerade im Alter, elastizitätserhaltende und feuchtigkeitsspendende Substanzen und der Verzicht auf parfümierte Zusatzstoffe wichtig

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Ansprechpartner

Reiner Henrich

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