Hygiene in Corona Zeiten – Routine oder Herausforderung für die Pflege?

Wer kennt Sie nicht, die täglichen Meldungen zu Höchstständen bei den Inzidenzen und Ansteckungen.

Virusvarianten, wie Delta und Omikron bestimmen, derzeit das komplette Leben sowohl privat als auch beruflich. In der Pflege gilt deshalb ein besonders hohes Augenmerk auf die Hygiene und das Unterbrechen der Infektionsketten. Neben der täglichen Grund- und Behandlungspflege, kommen nun noch Testungen und vermeintlich mehr Hygienemaßnahmen hinzu. Das Maß an zusätzlichen Aufgaben scheint unerschöpflich zuzunehmen. Wie können all die Anforderungen bewältigt werden und der Hygiene dennoch Rechnung getragen werden?

Die Einhaltung der Hygieneregeln ist dabei ein zentrales Element, um in der Pandemie, sich und die Patienten zu schützen. Die Händehygiene stellt gemäß der KRINKO (Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention) die wichtigste Maßnahme einer Basishygiene im Gesundheitswesen dar.

Gemäß den RKI Richtlinien wird eine hygienische Händedesinfektion in 5 Momenten des Patientenkontaktes empfohlen. Dabei ist das oberste Ziel die Reduktion der transienten Hautflora (nicht zu einer Hautflora gehörend). Damit Pathogene Keime, zu denen die Corona Viren gehören, zu eliminieren.

Jeder Mitarbeiter kann aktiv dazu beitragen.

Neben den Momenten, wann eine Händehygiene erfolgen sollte, ist ebenfalls das „wie“ entscheidend. In der professionellen Pflege zeigen die „Profis“ wie es geht, hier wird die Standardeinreibemethode EN 1500 angewendet. Daneben ist die Produktauswahl ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Faktor. Angewandt sollte ein Produkt mit nachgewiesener viruzider Wirksamkeit, welches einen ausreichenden Schutz gegen behüllte Viren darstellt.

Die Verwendung von Schutzmasken ist zur Alltagsroutine geworden. Dabei sollte beim An- und Ablegen darauf geachtet werden, dies gemäß den Anwenderprinzipien zu tun. Mit diesen vermeintlich kleinen Maßnahmen können wir in der Pflege gemeinsam großes erreichen, da diese Verhaltensweisen aktiv dazu beitragen, die Infektionsketten zu unterbrechen.

Die Beachtung von Übertragungswegen spielt neben den Infektionsketten keine unwesentliche Rolle, hierbei liegt der Fokus selbstverständlich auf der Kontaktübertragung und damit der direkten Übertragung. Aber auch der Übertragungsweg der indirekten Übertragung, also z.B. durch kontaminierte Flächen, sollte eine vorsorgliche Beachtung finden. Sei es im privaten Bereich der Einkaufswagen oder im pflegerischen Kontext die Patientenumgebung.

Durch Kontaktbeschränkungen und Flächendesinfektionen können direkte und indirekte Übertragungen reduziert bzw. verhindert werden.

Wenn kleine Steine ins Rollen kommen, kann daraus ein Erdrutsch entstehen. Die Summe der kleinen Maßnahmen und deren korrekte und kontinuierliche Umsetzung, können mit kleinem Zeitaufwand bereits Großes bewirken.

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Ansprechpartner

Karina Licht-Nilges

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