Mit dem Team in Flow kommen

„In den Flow kommen“ ist eine typische Floskel im deutschen Sprachgebrauch. Aber was genau steckt hinter diesem Anglizismus? Diesen Zustand wird jeder schon einmal erfahren haben: man verrichtet seine Arbeit und auf einmal scheint diese einem mühelos ohne große Anstrengung von der Hand zu gehen, man vergisst regelrecht die Zeit. Genau das ist mit dem besagten „Flow“ gemeint, dieser Zustand zwischen gelangweilt sein und Überforderung. Wenn man nun diesen Flow von einem Individuum auf das gesamte Team ausweiten könnte, müsste man doch davon ausgehen, dass die Mitarbeiter harmonischer und v.a. effektiver zusammenarbeiten.

Genau das haben Forscher am California Institute of Technology in Pasadena erforscht. Sie entwickelten einen Versuch, bei dem zwei Personen ein Musikvideospiel spielten, welches Musik abspielte, wenn man die auf dem Bildschirm erscheinenden visuellen Tasten in der richtigen Geschwindigkeit und Länge drückte. Jedem der beiden wurden bestimmte Bereiche zugeteilt, damit eine Teamarbeit entstand. Zudem wurde bei beiden Probanden ein EEG angeschlossen, um die Hirnaktivität zu messen. Nach dem Spiel wurden beide nach ihren Flow-Erlebnissen gefragt, diese Angaben wurden dann mit den Hirndaten und der jeweiligen Leistung im Spiel abgeglichen. Die Forschungsannahme war, dass Team-Flow ein Zusammenspiel von Flow-Erlebnissen und sozialer Integrität sei. Um dies zu prüfen, variierten die Forscher den Versuchsaufbau zwei Mal. Das erste Mal wurde eine Trennwand zwischen den Probanden aufgestellt, damit sie sich nicht sehen konnten. Das zweite Mal passte die Musik nicht zu den Tastenkombinationen. Somit hatten beide in der ersten Versuchsvariation für sich selbst ein Flow-Erlebnis, es entstand aber kein Team-Flow, beim zweiten Mal war es zwar Teamarbeit, aber keiner von beiden kam in den Flow. Da wieder die Hirnaktivität beider gemessen wurde, stellte sich heraus, dass auf neuronaler Ebene das Gehirn beim Team-Flow eine eigene Signatur aufwies, das bedeutet es ist kein Zusammenspiel aus individuellem Flow und dem sozialen Zustand. Zudem synchronisierten die Gehirne beim Team-Flow und auch die Befragungen der Probanden ergab, dass dieser Zustand die Informationsverarbeitung verbessert. Team-Flow ist also eine wissenschaftlich erwiesene reale Sache, die in Firmen für eine deutliche Verbesserung des Arbeitsklimas sorgt

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