Videokonferenz kann Hausbesuch ersetzen

Während der Corona-Pandemie mussten die Pflegebetriebe großflächig vermehrt auf digitale Angebote umsteigen. Videokonferenzen haben sich hierbei besonders bewährt, der große Vorteil zum Telefonieren ist hierbei: man kann Kontakte meiden, trotzdem miteinander reden und gleichzeitig sieht man sich auch und kann sich in die Augen schauen. Dies führt psychologisch zu besseren Ergebnissen, da Mimik und Gestik in einem Gespräch essenziell sind. Gerade bei Beratungsgesprächen ist es von Vorteil, der Gesprächspartnerin/ dem Gesprächspartner, welche/n man oftmals noch gar nicht kennt, in die Augen schauen zu können.

Da dieses Verfahren in den letzten zwei Jahren positiv erprobt wurde, hat der Gesetzgeber in dem Pflegebonusgesetz die Regelung eingeführt, dass jeder zweite
Hausbesuch per Videokonferenz stattfinden kann. Die technischen Vorlagen ähneln denen von Psychotherapeuten und Ärzten, die Online-Videogespräche bereits seit längerem in ihr Repertoire aufgenommen haben. Die Pflegedienste müssen hierfür einen Videodienstanbieter wählen, der bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zugelassen und zertifiziert wurde. Eine Liste hiervon finden Sie unter www.kbv.de/html/videosprechstunde.php. Die vergangenen Jahre zeigen, dass sowohl die Pflegefachkräfte, als auch die Pflegebedürftigen solche Online-Gespräche bevorzugen. Für die Patienten und Patientinnen ist es einfacher, da die Wohnung vorher nicht wirklich aufgeräumt werden muss und auch die Pflegepersonen mit anwesend sein müssen und bei Verständnisproblemen helfen können. Für die Pflegefachkräfte ist es eine Erleichterung, die Pflegepersonen dabei zu wissen, da man so die Versorgungsqualität auch mit Einbezug derer überprüfen kann, bei einem Hausbesuch ist dies nicht immer möglich. Die eigentliche Funktion der Beratungsgespräche, nämlich die Versorgung der Patienten und Patientinnen zu kontrollieren und damit indirekt das Pflegegeld weiter zu genehmigen, ist auch online erfüllbar. Um aber der Verantwortung gegenüber den Pflegebedürftigen vollständig gerecht zu werden, muss einmal jährlich ein Hausbesuch stattfinden, bei dem dann die Gesamtsituation gründlich überprüft werden kann. Ein weiterer Aspekt ist auch das Thema Nachhaltigkeit. Durch die Videokonferenz werden Ressourcen eingespart und die Umwelt geschont. Diese Form der Dienstleistung ist sicherlich noch im Entwicklungsstadium, wird sich vermutlich aber im pflegerischen Alltag etablieren.

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